Treffpunkte junger Menschen in Erlangen
Um die Lebenswelt junger Menschen besser zu verstehen, sind sozialräumliche, lokale und territoriale Rahmenbedingungen
von großer Bedeutung. (Quelle: Kessl/Reutlinger 2007)
Als öffentliche Jugendräume werden solche Orte bezeichnet, die für Jugendliche frei zugänglich sind, d. h. gebührenfrei
in der Freizeit von ihnen aufgesucht werden können. Unterschieden wird zwischen
(Quelle: https://www.familiengerechte-kommune.de/wp-content/uploads/2017/01/Jugendgerechte-Quartiere_final.pdf)
- formell errichteten bzw. institutionellen Angeboten, wie Vereine, Sportplätze, Schulen/Schulhöfe und öffentlichen
Jugendhäusern sowie - informellen Jugendräumen. Zu letzteren zählen alle übrigen Treffpunkte (öffentliche Räume, Grünflächen,
Skatanlagen, Arcaden etc.).
Wo triffst du ich in deiner Freizeit am liebsten mit Freunden?

Lesehilfe: Je kleiner die Zahl, desto wichtiger der Ort!
•Der wichtigste Treffpunkt ist für Jugendlichen die häusliche Umgebung (sowohl bei den Freunden als auch bei sich).
•Wichtig ist außerdem der öffentliche Raum
•Die Treffpunkte „Auf dem Gelände eines Sportvereins“ (männlich), „Kneipen, Cafés“ (weiblich), „Fitnessstudio“ (männlich) und „Club“ (männlich) weisen einen Geschlechterunterschied auf
Treffpunkte nach Alter und Schulart
Treffpunkte, welche mit steigendem Alter eher seltener besucht werden:
- Spielplätze und Freizeitflächen
- Gelände des Sportvereins
- Gemeindehaus/Pfarrheim/Moschee
Treffpunkte, welche mit steigendem Alter eher häufiger besucht werden:
- Kneipen, Cafés
- Fitnessstudios
- Clubs
Der Treffpunkt Jugendclub wir eher von den mittleren Altersgruppen 14-16 Jahre und 16-18 Jahre besucht
Mittelschüler treffen sich häufiger „Schule, Schulhof“ und in „Jugendclubs“ und dafür seltener „in Kneipen, Cafés“ und in „Gemeindehaus/Pfarrheim/Moschee“ als Realschüler und Gymnasiasten
Was ist dir bei den Treffpunkten wichtig?

Informelle Treffpunkte sind an das Zusammenspiel von Örtlichkeit und Attraktivität geknüpft.
Die These, dass „informelle Treffpunkte an das Zusammenspiel von Örtlichkeit und Attraktivität geknüpft sind“, lässt sich durch diese Erkenntnisse stützen: Jugendliche suchen bewusst Orte auf, die leicht zugänglich sind und eine attraktive Umgebung bieten, sei es durch Freizeitmöglichkeiten oder soziale Anreize. Diese Treffpunkte er-möglichen es jungen Menschen, sich im Stadtgeschehen einzubringen und ihre Freizeit unabhängig von institutionellen Vorgaben zu gestalten.
Daher ist es für die zukünftige Stadtplanung von Bedeutung, Räume zu schaffen, die nicht nur funktional, sondern auch für Jugendliche attraktiv sind. Das könnte durch jugendgerechte Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Grün-anlagen und Freizeitflächen erfolgen, welche den Interessen und Bedürfnissen der verschiedenen Alters- und Geschlechtsgruppen entsprechen.
Unterschiede nach Alter und Geschlecht
Das Geschlecht auf die insgesamt auf die Einschätzung, welche Merkmale einen guten Treffpunkt ausmachen nur wenig Einfluss. Drei Merkmale stechen hier jedoch hervor, die deutlich häufiger von weiblichen Teilnehmerinnen genannt worden sind. Diese sind:
- Genügend Sitzplätze (w: 47% – m: 34%)
- Klo in der Nähe (w: 44% – m 28%)
- Innenstadt/Nähe zu Anschlussaktivitäten (w: 33% – m: 21%)
Betrachtet man, welche Auswirkung das Alter der Befragten auf die zum Ausdruck gebrachten Vorlieben für einzelne Merkmale von Treffpunkten hat, so ist festzuhalten, dass es mit steigendem Alter insgesamt wichtiger wird, welche Ausstattungsmerkmale ein Treffpunkt aufweist. Die meisten der Auswahlkriterien steigen in ihrer Bedeutung mit dem älter werden der Befragten. Im Umkehrschluss verliert die Aussage Keine der Genannten [Merkmale] deutlich an Zustimmung. Den Deutlichsten Anstieg erfahren hierbei die Merkmale Klo in der Nähe, das sich von 28% Zustimmung im der Altersgruppe der 10 bis 14 Jährigen auf 45% steigert und der Punkt Genügend Sitzplätze, dessen Wichtigkeit von 28% auf 63% wächst.
Ausnahme von dieser Regel bildet der Punkt Ich komme gut zu dem Treffpunkt hin, der über alle Altersgruppen eine nahezu konstante Zustimmung von 72% bzw. 73% erfährt.
Geld
Wie viel Taschengeld/Ausbildungsgehalt hast du pro Monat zur Verfügung?

Wenig überraschend steigt das zur Verfügung stehende durchschnittliche monatliche Taschengeld mit dem Alter an, wobei der deutliche Zuwachs in der Altersgruppe der 18 bis 21 Jährigen auf die in dieser Altersgruppe vermehrt auftretenden Teilnehmer*innen in Ausbildung zurück zu führen ist.
Auffällig ist der Unterschied im monatlich zur Verfügung stehenden Geld im Geschlechtervergleich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass in der Altersgruppe der 18 bis 21 jährigen der Anteil weiblicher Teilnehmerinnen mit ca. 55,5% über dem Durchschnitt der Gesamtteilnahme liegt.
Vergleicht man dieses Ergebnis mit deutschlandweiten Studien so ist das Bild uneinheitlich. Man findet sowohl Studien die eine Ungleichbehandlung bestätigen ( Forsa, 2021 „Kids-Medien-Kompass), als auch solch, die keine Unterschiede feststellen können (DWI, 2022).
Was gibst du im Monat für deine Freizeit aus?

Ehrenamt
Junge Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit in verschiedenen Bereichen des ehrenamtlichen Engagements und setzen sich dabei sowohl für ihre eigenen Interessen als auch für die anderer ein. Diese Aktivitäten sind Ausdruck sozialer Teilhabe und tragen wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Zudem sind die Engagement-Felder wichtige Orte non-formaler und informeller Lernprozesse, an denen junge Menschen zahlreiche Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben, insbesondere im sozialen Bereich und bei der Übernahme zivilgesellschaftlicher Verantwortung. (Quelle: Was geht? 2.0 Hallesche Kinder- und Jugendstudie 2024, S. 80).

26% der Befragten geben an, ehrenamtlich aktiv zu sein. Die Teilnahme am Ehrenamt steigt mit steigendem Alter. In Erlangen übernehmen diese Aufgabe überwiegend Gymnasiast*innen. Studien für andere Kommunen weisen jedoch darauf hin, dass grundsätzlich weder Geschlecht, Migrationshintergrund, ökonomische Lage noch Bildungsweg einen relevanten Einfluss auf das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen haben.
Das 5. Deutsche Freiwilligen Survey, dass in seiner letzten Durchführung noch in die Zeit vor Corona datiert, weist auf in dieser Altersklasse einen nahezu doppelt so hohen Anteil an ehrenamtlich aktiven jungen Menschen aus. (68% bis 73%).
Die Zeitverwendungserhebung des statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2024 kommt im Vergleich dazu in der Altersklasse der 18 bis 29-Jährigen auf einen Wert von 36% von Menschen die sich ehrenamtlich engagieren und somit auf einen Wert, der im Bereich der Erlanger Ergebnisse liegt. Der Einfluss der Corona-Pandemie ist hier somit überregional deutlich zu spüren.
Bei der Interpretation der Werte ist zu berücksichtigen, dass die Befragten u.U. „ehrenamtliches Engagement“ jeweils unterschiedlich definiert. Es kann von einmaligen Aktionen bis zu regelmäßig stattfindenden Angeboten gefasst werden.
Freizeit


Angebote
Wie erfährst du von den Angeboten?
Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung von Freizeitangeboten ist der Bekanntheitsgrad. Jugendliche und deren Eltern nutzen verschiedene Kanäle um sich zu informieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern und Jugendliche die Informationsquellen ähnlich nutzen.
In der Altersgruppe der 10 bis 13-Jährigen sind die Informationen über die Eltern stärker vertreten. Mit wachsender Selbstständigkeit der Jugendlichen erfolgt die Information zunehmend über Social Media/Internet, Aushänge/Flyer/Programmhefte und Jugendleiter*innen.
Junge Menschen in den unterschiedlichen Bildungsgängen nutzen unterschiedliche Informationskanäle:
Die Mittelschülerinnen bekommen die Informationen mehr über Social Media/Internet und von Jugendleiterinnen als die anderen Schulformen
Gymnasiasten bekommen die Informationen mehr über die Schule, Hort
und Mittagsbetreuung als die anderen Schulformen
Erlanger Mittelschüler*innen sind tendenziell am schlechtesten über
Freizeitangebote informiert
Realschüler*innen bekommen die Informationen mehr über ihre
Freunde als andere Schulformen
Welche(s) der folgenden Angebote besuchst du?
Organisierte Freizeitangebote nehmen eine herausragende Stellung in der Lebenswelt von Jugendlichen ein und sind vor allem ein wichtiger Antrieb für ihre Entwicklung. Sie werden oft als „Schlüsselressourcen für die Entwicklung“ bezeichnet.
(Quelle: Was geht? 2.0 Hallesche Kinder- und Jugendstudie 2024)
Auch in Erlangen weisen die Ergebnisse der Befragung auf eine hohe Nutzung hin. Kinder und Jugendliche aus Erlangen besuchen durchschnittlich 2-3 Angebote. Jedoch nehmen Mittelschüler signifikant an weniger Angeboten teil. Dabei besuchen die meisten jungen Menschen über alle Altersklassen hinweg einen Sportverein (53%). Gefolgt von Musik-Aktivitäten (25%) und den offenen Jugendangeboten wie Jugendhäuser und Abenteuerspielplätzen (14%).
Junge Menschen sind somit in hohem Maße sportlich aktiv. Die Vergleichsstudie aus Halle weist vermehrt Sportarten aus, die weniger mannschaftsbezogen, dafür stärker individualisiert sind. Eine untergeordnete Rolle spielen im städtischen Raum Freizeitangebote der Rettungsdienste und im kreativ-caritativen
Bereich.
Erlanger Mittelschüler*innen docken vermehrt in den Jugendhäusern, Jugendtreffs und Jugendclubs an. In anderen Freizeitangebot sind sie deutlich unterrepräsentiert. Jedoch besuchen auch 21% der befragten Mädchen und Jungen kein Angebot. Sie unternehmen lieber etwas mit Freunden oder haben niemanden aus der Peergroup, der sie zu einem Angebot begleitet. Auch keine Lust und keine Zeit rangieren weit oben in der Liste der Gründe, weshalb kein Angebot besucht wird.
Wenn du Angebote nutzt, was ist dir besonders wichtig?

Wie aus der Grafik ersichtlich wird, führen Freude und Spaß an einem Angebot sowie das Beisammensein in der Peergroup die Rangliste an. Freunde helfen, ein
Zugehörigkeitsgefühl zu erleben und die soziale Identität zu entwickeln. Der geforderte Spaß dient dem Ausgleich zum (oft stressig empfundenen) Schulalltag.
Der schulische und teilweise auch der familiäre Kontext sind von Regeln und Verpflichtungen geprägt. Selbstbestimmung und Freiheit wird daher in den Freizeitaktivitäten gesucht und ausgelebt.
In der ersten Fachgruppe, in der die Ergebnisse der Befragung diskutiert wurden wurde deutlich, dass die Kategorie: „Ich habe Spaß“ nicht von allen Beteiligten als sinnvoll angesehen wird. Es wurde kritisiert, dass diese nicht genügend trennscharf sei und somit nicht wirklich über Aussagekraft verfüge. Andere Teilnehmer sahen hingegen in der hohen Bedeutung von „Ich habe Spaß“ einen Hinweis auf die Bedeutung der nicht verzweckten Freizeitgestaltung.
An wie vielen Angeboten nimmst du regelmäßig (mindestens ein mal im Monat) teil?

Wie kommst du zu den Angeboten, die du besuchst hin?
Betrachtet man, wie junge Erlanger*innen zu den Angeboten hin kommen, so ergeben sich nach den Standardkategorien (Alter, Geschlecht, Schulform) nur sehr marginale Unterschiede. Deutlich differenzierter wird es, wenn man sich die Ergebnisse nach Stadtteilen betrachtet.
Insgesamt werden Angebote im eigenen Stadtteil bevorzugt, wenn der Stadtteil verlassen wird, dann am ehesten in Richtung Innenstadt.

Welche Freizeitangebote besuchst Du regelmäßig?
Bei dieser Frage handelte es sich im Rahmen der Jugendbefragung um eine sog. offene Frage. D.h. es wurden keine Kategorien zur Auswahl angeboten, sondern die Teilnehmer*innen konnten selber einzelne Angebote eintragen. 526 Personen und damit ca. 3/4 der Personen, die angegeben haben mindestens ein Angebot zu nutzen haben dies getan.
Aus den Antworten lassen sich grob sechs Oberkategorien bilden:
· Sport (ca. 35%)
- Teamsport: Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Hockey, Baseball …
- Einzelsport: Badminton, Tennis, Leichtathletik, Schwimmen, Bouldern/Klettern, Reiten …
- Kampfsport: Karate, Judo, Taekwondo, Boxen …
- Tanz/Akrobatik: Ballett, Hip-Hop, Cheerleading, Zirkus/Artistik …
· Musik (ca. 23%)
- Instrumentalunterricht: Klavier, Gitarre, Flöte, Saxophon, Schlagzeug, Geigenunterricht …
- Ensembles & Bands: Big Band, Chor, Orchester, Bandproben, Ensemble-Projekte …
- Musikschulen/Musikvereine
· Kreative & kulturelle Angebote (ca. 15%)
- Kunst: Zeichnen, Malen, Basteln, Jugendkunstschule …
- Theater/Film: Theater-AG, Videoschnitt-Kurs, Schauspielprojekte …
- Tanz/Akrobatik* (könnte hier oder beim Sport verortet werden, je nach Blickwinkel)
· Jugendgruppen & kirchliche Angebote (ca. 11%)
- Pfadfinder, CVJM, Jungschar, Ministranten, Konfi-Treffen …
- Jugendtreffs & Jugendhäuser (z. B. Omega, Zewi, Jugendhaus West …)
- Kirchliche Jugendgruppen (evangelisch/katholisch; z. B. Mitarbeiterkreise)
· Ehrenamt & Engagement (ca. 8%)
- Freiwillige Feuerwehr, Jugendfeuerwehr
- THW, Rettungsdienste, Sanitätsdienste
- Betreueraktivitäten, Mithilfe in Jugendgruppen
· Freizeit & Sonstige (ca. 8%)
- Allgemeine Freizeittreffs: Bolzplatz, Spielplatz, Skatepark, Abenteuerspielplatz
- Ausgehen & Treffen mit Freunden: Stadt, Einkaufszentren (Arcaden), Konzerte/Festivals, Kino
- Andere Angebote: Nachhilfe, Sprachkurse, Workshops
Ich nutze keine Freizeitangebote
Insbesondere in Bezug auf diesen Punkt unterscheiden sich die Ergebnisse der Fragebogen-Aktion und die der qualitativen Interviews deutlich voneinander; Lag der Anteil derer, die keine Angebote nutzen in der schriftlichen Befragung bei nur ca. einem Fünftel, so gab in den qualitativen Interviews mehr als jede*r zweite Befragte*r an, keine Angebote zu nutzen. Die Diskussion über die Bedeutung dieses Umstandes, ob und welche Aufträge sich daraus für die Stadt Erlagen ableiten waren teil der ersten Fachgruppensitzung.
Die Gründe für die Nicht-Inanspruchnahme variieren dabei nach Alter und Geschlecht voneinander.


Was findest du gut in Erlangen, was stört dich?
Zum Abschluss des Fragebogens wurden zwei offene Fragen gestellt. Was findest du gut in Erlangen? und Was stört dich in Erlangen?
Sowohl die hohe Beteiligungsquote, als auch die hohe Ernsthaftigkeit der Antworten deutet darauf hin, dass die Befragten diesen Fragen eine hohe Bedeutung zugemessen haben. Durchaus nicht über alle genannten Merkmale der Stadt Erlangen besteht in ihrer Bewertung Einigkeit. Die Nennungen wurden nach Möglichkeit zu einheitlichen Oberkategorien zusammengefasst. Dieses Vorgehen macht auch den Umstand deutlich, dass es ettliche Punkte gibt, die sowohl Lob, als auch Kritik erfahren.
Was findest du gut in Erlangen?
Auf diese Frage wurden insgesamt 761 Einzelantworten abgegeben. Um diese hier etwas übersichtlicher zu gestalten wurden die Antworten zu Oberkategorien zusammengefasst. Um die Vergleichbarkeit und Orientierung zu verbessern wurde bei der Auswertung daruf geachtet, für die positiven, wie für die Negativen Nennungen identische Kategorien zu verwenden.
- Erreichbarkeit und Infrastruktur:
- Fahrradfreundlichkeit: Erlangen wird durch gut ausgebaute Radwege als fahrradfreundlich wahrgenommen. Dies ermöglicht es, die Stadt gut mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Möglichkeit, mit dem Fahrrad mobil zu sein, wird oft betont.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Es gibt akzeptable bis gute Busanbindungen. Der öffentliche Nahverkehr wird als gut ausgebaut und zuverlässig beschrieben. Die Verbindungen in und um Erlangen werden als vorteilhaft erachtet.
- Zentrale Lage: Alles ist gut erreichbar, was die Flexibilität erhöht. Kurze Wege erleichtern das Erreichen von Zielen. Die Nähe zu Nürnberg wird als Vorteil gesehen.
- Freizeitangebote und Aktivitäten:
- Vielfältige Angebote: Erlangen bietet eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten und Sportvereinen. Es gibt viele Parks und Grünflächen, die zur Lebensqualität beitragen.
- Bergkirchweih: Die Bergkirchweih ist ein Highlight und wird oft genannt.
- Arcaden: Die Arcaden sind ein beliebter Treffpunkt und bieten vielfältige Einkaufsmöglichkeiten.
- Parks und Natur: Der Schlossgarten, der Botanische Garten und der Wiesengrund werden als wichtige Grünflächen hervorgehoben. Diese Orte bieten Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung.
- Stadtbild und Atmosphäre:
- Überschaubare Größe: Erlangen wird als weder zu groß noch zu klein empfunden. Diese Eigenschaft trägt zur Gemütlichkeit bei. Die überschaubare Größe wird als angenehm empfunden.
- Ruhe und Sicherheit: Die Stadt wird als ruhig, sicher und sauber wahrgenommen. Dies trägt zum Wohlbefinden bei.
- Moderne und vielfältige Stadt: Erlangen ist modern, weltoffen und dynamisch, was besonders durch die vielen Studenten zum Ausdruck kommt. Die Stadt bietet eine vielfältige Kulturszene und unterschiedliche Angebote.
- Soziales Umfeld:
- Nette Leute: Viele Menschen empfinden die Einwohner als nett und hilfsbereit. Dies trägt zu einer positiven Atmosphäre bei.
- Freunde und Familie: Die Nähe zu Freunden und Familie wird als wichtiger Faktor genannt. Die Möglichkeit, sich leicht mit anderen zu treffen, wird geschätzt.
Was stört dich in Erlangen?
Auf die Frage wurden 665 Einzelantworten abgegeben. Um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten wurden diese in Oberkategorien unterteilt, wobei weitgehend die selben Kategorien verwendet wurden wie bei den Positiv-Nennungen. Dies war nicht durchgängig möglich und so wurde zusätzlich noch die Kategorie „Kommunikation und Verwaltung“ hinzugenommen.
Erreichbarkeit und Infrastruktur:
- Öffentlicher Nahverkehr: Viele Beschwerden über schlechte Busverbindungen, unregelmäßige Fahrpläne, Verspätungen, zu selten fahrende Busse, besonders in den Abendstunden, an Sonntagen und in den Außenbezirken wie Kosbach, Steudach und Häusling. Kritik an den hohen Kosten der Tickets. Mangelnde Abstimmung der Busverbindungen.
- Radwege: Unsichere, fehlende oder schlechte Radwege, gefährliche Streckenführung an großen Straßen, fehlende Abstellplätze.
- Straßen und Verkehr: Viel Verkehr, Staus, Lärm, gefährliche Straßen aufgrund fehlender Fußgängerüberwege, lange Wartezeiten an Bahnübergängen, Ampelschaltungen ungünstig für Radfahrer.
- Baustellen: Viele und langwierige Baustellen, die den Verkehr behindern und zu Umleitungen führen.
- Parkplätze: Mangel an Parkplätzen in der Innenstadt.
Freizeitangebote und Aktivitäten:
- Mangelnde Vielfalt: Wenig Abwechslung, fehlende Attraktionen, langweilige Angebote, besonders für Jugendliche.
- Jugendtreffpunkte: Fehlende Treffpunkte für Jugendliche, besonders in den Vororten, wenig Möglichkeiten, sich abends zu treffen.
- Sportmöglichkeiten: Mangel an Sportplätzen, schlecht ausgestattete Sportanlagen, fehlende Sportarten wie Parkour, wenige Schwimmbäder mit Rutschen.
- Veranstaltungen: Wenig(selten) Jugendclubs/Veranstaltungen in Clubs, wo man auch zwischen 16 und 18 hin darf
- Gastronomie und Geschäfte: Begrenzte Öffnungszeiten, fehlende Vielfalt an Geschäften, wenige Cafés und Restaurants, die lange geöffnet haben, wenig Secondhandläden.
- Natur und Grünflächen: Zu wenig Grünflächen, Parks und Bäume in der Innenstadt.
Stadtbild und Atmosphäre:
- Verschmutzung: Müll, Dreck, Glasscherben, Zigarettenkippen.
- Unattraktive Innenstadt: Hässliche Gebäude, wenig einladend, Geschäfte schließen, wenig los.
- Mangelnde Modernität: Veraltete Infrastruktur, fehlende Digitalisierung in Schulen.
Soziales Umfeld:
- Unsicherheit: Unsicheres Gefühl in der Innenstadt, besonders nachts, aggressive Jugendliche, Drogenhandel.
- Unfreundlichkeit: Unhöfliche Menschen, unfreundliche alte Leute, mangelnde Disziplin.
- Soziale Ungleichheit: Gefühl der Ausgrenzung, da viele aus guten Verhältnissen stammen.
- Diskriminierung: Rassistische Vorfälle
„Kommunikation und Verwaltung“:
- Bürokratie: Lange Bearbeitungszeiten bei Anliegen, schwierige Kommunikation mit der Stadtverwaltung.
- Mangelnde Information: Wenig Informationen über Angebote und Veranstaltungen.
- Fehlende Beteiligung: Wenig Mitbestimmung bei Entscheidungen.
Wer hat teilgenommen und wie war der Rücklauf?
An der Befragung haben insgesamt 954 Erlanger Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 21 Jahren teilgenommen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 9%. Dieser Anteil war deutlich geringer als bei den beiden vorangegangen Kinder und Jugendbefragungen in den Jahren 2014 und 2018 und blieb hinter dem angestrebten Umfang an Rückmeldungen zurück. Die Gründe wurden intensiv diskutiert und sind wohl vor allem in einer Mischung aus ungünstigem Befragungszeitpunkt und nicht ausreichender Werbung zu sehen. Für kommende Befragungen wird dies Berücksichtigt werden.
Betrachtet man sich den Rücklauf in Bezug auf die Geschlechterverteilung so ergibt sich, dass an der Befragung Personen teilgenommen haben, die sich zu 51% als weiblich, zu 48% als männlich und zu 1% als divers beschrieben.
Die Teilnahme unter den Kindern und Jugendlichen, die ein Gymnasium Besuchen war besonders stark ausgeprägt. Dies deckt sich mit den Erfahrungen aus vorangegangen Befragungen. Um einer Verzerrung der Ergebnisse entgegenzuwirken wurden für die qualitativen Interviews verstärkt Teilnehmer*innen aus anderen Schulformen herangezogen.

