Im Herbst 2023 – vom 29. September bis zum 1. Oktober – fand in Erlangen unter Federführung des Stadtjugendrings und in Kooperation mit dem Jugendamt sowie dem Stadtrat der 1. Kinder- und Jugendgipfel statt. Ziel war, jungen Menschen aus Erlangen eine Plattform zu bieten, ihre Wünsche, Anliegen und Ideen zur Gestaltung der Stadt einzubringen. Begleitet wurde das Event von Vor- und Nachtreffen, vielfältigen Beteiligungsformaten und einer Online-Umfrage, die über 850 Rückläufe erzielte. Insgesamt wurden 1 500 bis 2 000 Personen erreicht, unterstützt von mehr als 250 Helfer:innen. Die Teilnehmenden nutzten das Gipfelwochenende, um Wünsche, Sorgen und Ideen zu äußern.
Aus dem 1. Kinder- und Jugendgipfel heraus entstanden zehn Handlungsempfehlungen:
- Leicht zugängliche Möglichkeiten schaffen, damit Kinder, Jugendliche und Träger Aktionen einfacher umsetzen können.
- Barrierefreier Ausbau der Innenstadt.
- Ausbau inklusiver und niederschwelliger Angebote in der Ferienbetreuung sowie im Vereins- und Verbandsbereich.
- Attraktive Orte für Kinder und Jugendliche schaffen.
- Unbürokratischer Zugang zu bestehenden Veranstaltungsräumen und Schaffung neuer Treffpunkte.
- Aufarbeitung der Folgen der Corona-Pandemie.
- Nachhaltigkeit und Klimaschutz fördern.
- Schulen als Lebensräume stärken.
- Verbesserung des ÖPNV und Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur.
- dieser Empfehlungen sicherstellen.
Diese Empfehlungen wurden am 18. Juli 2024 im Bildungs- und Jugendhilfeausschuss vorgestellt und am 25. Juli 2024 vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Teil des Beschlusses war auch, eine übergreifende, partizipative Arbeitsgruppe einzurichten – mit dem Auftrag, die Empfehlungen auf ihre Umsetzung hin zu prüfen und entsprechende Mittel zu beantragen – sowie eine Evaluation bis zum Ende der Amtszeit des Stadtrates durchzuführen. Darüber hinaus gibt es eine umfassende Dokumentation – das sog. „Gipfelbuch“, das Weg, Durchführung und Ergebnisse der Veranstaltung in Wort und Bild zusammenfasst. Es ist ein wichtiges Instrument, um die Ideen an die Stadtpolitik weiterzugeben und als Grundlage für die Zukunft zu dienen.
Weitere Informationen zum 1. Kinder- und Jugendgipfel finden Sie hier.

